Körperpflege mit Naturkosmetik
In unserer modernen Zeit gibt es bei der Körperpflege einen Trend zurück zur Naturkosmetik. Bereits der schönen Kleopatra bereiteten ihre Dienerinnen pflegende Bäder aus Eselsmilch. Die ägyptische Kaiserin hatte vielleicht eine gesündere Haut als manche Frau der heutigen Zeit, die ihren Luxuskörper mit der chemischen Keule überpflegt.
Die Wiederentdeckung natürlicher Rezepturen
Seit es die Hobbythek gegeben hat und die entsprechenden Rezeptbücher Verkaufsschlager wurden, gibt es immer mehr Nachahmer, die auf der Modewelle Naturkosmetik mitschwimmen wollen. So angeleitet sind viele deutsche Frauen auf den Geschmack gekommen und stellen sich ihre Kosmetik nun selbst mit naturbelassenen Ingredienzien her. Nur auf diese Weise meinen sie ganz sicher gehen zu können, Produkte ohne bedenkliche Zusatzstoffe für ihre Haut zu bekommen. Die weltweite Zunahme von allergischen Erkrankungen und Überempfindlichkeitsreaktionen tun ein übriges zum Erfolg der modernen Naturkosmetik, sei sie nun selbst zubereitet oder im Reformhaus erworben. Die Stoffe, die Tag für Tag so unmittelbar mit ihrer Haut in Kontakt kommen, möchte die verantwortungsvolle Verbraucherin heutzutage genau kennen.
Pflegende Bäder
Bäder auf Milchbasis, die sich am alten Ägypten orientieren, sind aktuell wieder sehr gefragt, auch wenn sie nicht mehr aus Eselsmilch bestehen. Heute wird handelsübliche Kuhmilch verwendet, entweder als Vollmilch oder in Form von Buttermilch. Ein weiterer pflegender Inhaltsstoff, den wahrscheinlich auch Kleopatra schon verwendet hat, ist der Honig. In Abstimmung auf den Hauttyp wird noch ein handelsübliches Öl hinzugefügt und fertig ist das altäyptische Naturbad. Die Haut kann auch direkt vor dem Eintauchen in das warme Wasser von oben bis unten eingeölt werden, das erhöht noch die Pflegewirkung. Wer es duftend mag, tröpfelt je nach Geschmack noch ein wenig ätherisches Öl ins Badewasser. Purer Luxus ist es, wenn direkt auf dem Wasser wohlriechende Rosenblüten verteilt werden. Während sie dort um den entspannten Frauenkörper herum schwimmen, verbreiten sie ihren betörenden Duft und bieten einen herrlich pastelligen Anblick.
Milch im Badewasser spendet der Haut Feuchtigkeit und nimmt der trockenen Haut das Spannungsgefühl. Die Haut wird insgesamt genährt und besonders beanspruchte Partien können sich regenerieren, der Honig hat eine beruhigende Wirkung auf gereizte Hautstellen. Insbesondere dem Honig sagt man auch eine desinfizierende und klärende Wirkung nach. Das selbst angerührte Pflegebad aus Milch, Honig und Öl nährt aber nicht nur die Haut allein, auch für die Haare kann es als Kurmaßnahme Verwendung finden. Die nassen Haare werden dafür mit einem Handtuch umwickelt, damit die pflegenden Stoffe über Nacht einwirken können.
Anstatt Milch kann für einen Badezusatz auch Molke verwendet werden, der eine besonders intensive Nährwirkung für die Haut zugeschrieben wird. Sie kann, wie die Milch, in flüssiger Form zugefügt werden, es gibt sie aber auch als Pulver zu kaufen. So eignet sich die Molke zum Bereiten eines pflegenden Badezusatzes in Pulverform. Diesem kann weiterhin reinigendes Meersalz beigemischt werden oder auch Kieselsäure, die eine fördernde Wirkung auf die Hautelastizität haben soll, was besonders der älteren Haut zugute kommt. Wer ein anregend prickelndes Badevergnügen genießen möchte, gibt außerdem Natron und etwas Zitronensäure ins Gemisch.
Hautprobleme
Bei Hautproblemen helfen heilende Kräuter, die dem Badewasser beigemengt werden. Thymian beispielsweise hat eine klärende Wirkung bei Unreinheiten, Salbei wiederum wirkt allzu trockener Haut entgegen. Handelsübliche Kräutertees können hier Verwendung finden.
Nach dem Bad die Ruhe
Die pflegende Wirkung eines wohltemperierten Bades lässt sich noch ausdehnen, wenn man sich hinterher an einem gemütlichen warmen Ort noch etwas Ruhe gönnt. So klingt die Entspannung des Bades angenehm weiter, eine Tasse heißen Kräutertees und sanfte Hintergrundmusik tun ihr übriges für einen Abend voll wohliger Gelassenheit. Nach anstrengendem Tagwerk kann es kaum einen besseren Ausgleich geben.
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