Richtig Saunieren

Tipps und Regeln für Sauna

Nunja soweit so gut, Sie haben die tasche gepackt und haben sich für eine Sauna in einem Saunabad, einem Fitnesscenter, Saunaclub oder in Eigene Sauna entschieden. Doch wie kommen Sie nun optimal in den Genuss einem Saunabad?
Indem Sie einfach folgendes Saunaregeln achten:
1. Raus aus den Klamotten und eine Toilette “Besuchen”
2. Gründliche Duschen und Füße Waschen
3. Saunakabine betreten und ca. 8-12 Minuten (für Anfänger), später bis 15 Minuten verweilen
4. Abkühlen nach Verlassen der Saunakabine (Dauer: mind. genauso lang wie die Schwitzzeit in der Saunakabine)
5. Fußbad
6. Nach der Abkühlung ca. 15-30 minütige Ruhezeit einlegen (evtl. mit eine Massage)
7. Zum Schluss viel trinken und wieder ankleiden
Alles ablegen
Bevor Sie zum ersten Saunagang nun Ihre persönliche Sauna Entspannungsreise antreten können, müssen Sie sich Ihrer Klamotten entledigen. Nachdem man eine öffentliche Sauna immer durch die Umkleideräume betritt, sind dort genügend Schränke für die Kleidung und Schließfächer für Wertgegenstände vorhanden.
Vergessen Sie nicht wirklich alles beim Ausziehen alles abzulegen.
Dazu gehören auch Uhr, Brillen oder Schmuck. Sie würden sich ansonsten nur Verbrennungen durch die sehr stark aufgeheizten Metallteile in der Sauna bereich.
Für die Frauen, die nie ohne Make-Up aus dem Haus gehen, ist es zu empfehlen, sich abzuschminken, wenn einem ordentlichen Schweißfluss nichts im Wege stehen soll.
Nackt
Nackt wie Gott Sie schuf, stehen Sie nun im Umkleideraum. Lediglich die Badelatschen zum Schutz vor Fußpilz und zur Erhaltung der Fußwärme zieren Ihren Körper. Genieren Sie sich nicht, sich “Nackt völlig frei und natürlich zu bewegen. Unangenehme Zeitgenossen wie “Spanner”, die sie von oben bis unten begaffen, finden sich in einer guten Sauna so gut wie nie.
Die Saunakabine selbst ist in der Regel Nacktbadezone. Badebekleidung hat hier nichts verloren. Denn Sie könnte zu einem Hitzestau und zu Verbrennungen führen.
Sie können allerdings erst auch mal ein Badetuch um die Hüften wickeln, wenn Sie sich so sicherer fühlen.

Duschen Pflich t

Vor dem Betreten der Saunakabine den Rücken zu kehren, ist nicht nur aus hygienischen Gründen tabu, sondern erleichtert Ihnen auch den Einstieg in die Saunawelt.
Durch die ausdrücklich empfohlene warme Dusche vor dem Saunieren wird der Körper hervorragend aufgewärmt und somit auf die bevorstehende Hitze in der Sauna vorbereitet.
Außerdem kommt die Bezeichnung “Reinigungsdusche” nicht von ungefähr. Denn mit der warmen Dusche verflüchtigen sich der Fettfilm der Haut und unangenehme Körpergerüche; die sonst übel in der Saunakabine auffallen würden- in Windeseile.
Vergessen Sie in jedem Fall nicht sich hinterher gut abzutrocknen. Nur so kann ein hinreichender Schweißfluss gewährleistet werden.
Haben Sie kalte Füße sollten Sie vorab ein warmes Fußbad nehmen. Bei einer Temperatur zwischen 32-40°C werden die Füße besser durchblutet und stehen zum Schwitzen bereit .

Dampfbad

Jetzt wird es ernst. Der Gang zum “Schwitzkasten” steht unmittelbar bevor. Wenn Sie jetzt doch noch mal umgangssprachlich “kalte Füße” bekommen, ist das kein Grund zur Panik. Bevor Sie minutenlang unentschlossen in der Saunatür stehen und dadurch den Unmut der anderen Saunagäste auf sich ziehen, gönnen Sie sich ein entspanntes Dampfbad. Wenn die Haut dann nach dem Dampfbad so richtig durchfeuchtet ist, wird mit Sicherheit auch die trockene Hitze der Sauna ein reines Vergnügen.

Saunakabine

Da verschlägt es einem glatt den Atem.” Gerade als Anfänger können Sie dieses Gespür entwickeln, wenn Sie die Saunakabine betreten. Dabei müssen Sie sich überhaupt keine Sorgen machen, dass etwas nicht mit Ihnen stimmt. Das Ganze ist lediglich ein Zeichen dafür, dass ihre Atemwege noch nicht an so hohe Temperaturen gewöhnt sind und wird sich mit der Zeit ganz von alleine legen.
Anfangs könnte Ihnen auch ein wenig das Gesicht- besonders bei einer sensiblen haut- brennen. Ein bisschen Wasser auf das Gesicht vor dem Schwitzbad aufgetragen schafft Abhilfe.
Seltsame Phänomene im “Schwitzkasten”
Gänsehaut in der Sauna! Man mag es kaum glauben, wenn man das hört.
Gerade weil wir Gänsehaut immer mit Kälte verbinden, mutet es seltsam an, dass man in der Hitze der Sauna eine Gänsehaut bekommen kann. Sie wären allerdings nicht der erste dem das passiert. Die Erklärung dafür ist aber keineswegs so verblüffend wie das Phänomen selbst. Einzig und allein die Anzahl Rezeptoren- der Sinneszellen die für die Wahrnehmung der Temperatur verantwortlich sind- ist daran Schuld, dass wir eine Gänsehaut in der Hitze der Sauna bekommen. Der Körper besitzt nämlich mehr Kälterezeptoren als Wärmerezeptoren. Auf die Vielzahl der Kälterezeptoren trifft nun die heiße Luft. Und dieser Reiz wird zunächst falsch eingeordnet. Ein völlig harmloser Vorgang also.
Ebenso wie auch das Aufweisen eines nebeneinander angeordneten marmorierten Musters mit rötlichen und blaugrauen Flecken auf der Haut keiner Panik bedarf. Es zeigt lediglich an, dass sich die Blutgefäße nicht alle im selben Ent- & Anspannungszustand befinden. Stärker durchblutete Gebiete sind am rötlichen Muster, schwächer durchblutete am blauen Muter erkennbar. Nach einiger Zeit verschwindet das Muster wieder von selbst.
Kaum verschwindet das eine Phänomen, taucht schon das nächste auf. Man möchte jetzt vielleicht am liebsten schreien, wenn man so ein Brennen an manchen Körperstellen wie der Nase oder dem Schienbein verspürt. Aber bevor Sie andere belästigen, wenden Sie lieber folgendes Mittel an. Verteilen Sie einfach den Schweiß von anderen Körperpartien auf diese Stellen mit den von Natur aus wenig vorhandenen Schweißdrüsen.
Ab auf die Bank
Eine Sitzordnung in der Sauna. Die gibt es natürlich nicht. Je nachdem wie die Schwitzkabine belegt ist, hat man die freie Wahl auf welche Bank man sich setzen möchte. Bevor Sie aber jmd. zu nah auf die Pelle rücken, erkundigen Sie sich lieber mit der Frage ob hier noch frei ist.
Temperaturgefälle um die 40-60°C herrschen in der Sauna zwischen Decke und Boden. Schlecht beraten Sind Sie allerdings, wenn Sie jetzt draus schlussfolgern, dass längeres Schwitzen auf der untersten Bank das Beste für Sie als Anfänger ist.
Im Gegenteil: “Kürzer, aber intensiver!” ist das Motto das in der Sauna gilt.
Von daher sollten Sie am besten auf der mittleren Bank bei Temperaturen um die 65-70°C Platz nehmen.
Noch besser ist es, wenn Sie sich hinlegen, da sich dann alle Körperpartien in einer Temperaturzone befinden.
Bei einer vollen Sauna können Sie zumindest was die Beine und den Körper betrifft einen ähnlichen Effekt erzielen, wenn Sie die Beine auf Ihre Sitzbank stellen. Im Vergleich zum Abstellen der Beine auf der unteren Bank kann so nicht allzu viel Blut in den Beinvenen versacken und Sie bekommen nicht so schnell Kreislaufprobleme.
Langsam aufstehen
Wenn Sie merken Ihre Zeit ist gekommen, verlassen Sie die Sauna. Stürmen Sie dazu nicht wie wild aus der Kabine, sondern richten Sie sich ca. 2 Minuten vorher auf und stellen Sie nun die Beine auf die untere Bank.
Sie können auch die Beine etwas kreisen lassen oder die Wadenmuskulatur anspannen.
Auf diese Weise gehen Sie nicht das Risiko ein, dass Ihnen beim Verlassen der Sauna schwindelig wird.
Eine Zeit von 8-12 Minuten ist für Anfänger ideal. Später kann die Zeit auf 15 Minuten ausgedehnt werden. Länger zu bleiben bietet keinen zusätzlichen positiven Effekt
Im Schlimmsten Fall schaden Sie damit nur Ihrem Kreislauf.
Alles “cool” nach der Sauna
Glückwunsch!. Sie haben Ihr erstes Schwitzerlebnis nun überstanden. Um jetzt den Saunabesuch noch harmonisch abzurunden, sollten Sie sich reichlich abkühlen (etwa 10-15 Minuten) und eine ca. 15-30 minütige Ruhepause einlegen, bevor Sie ggf. zu einem zweiten oder dritten Saunagang ansetzen.

Frischluftbereich

Frische Luft tut gut. Ganz besonders nach dem Saunabad. Diese Erfahrung machen immer wieder viele Saunabesucher. Und nicht umsonst gibt es in öffentlichen Saunaanlagen zumeist einen eigenen Frischluftbereich. Abgeschirmt von neugierigen Blicken können Sie dort frische Luft tanken. Im Winter ist es bei entsprechender Möglichkeit auch nicht verkehrt sich nach finnischen Vorbild im Schnee zu wälzen.
Damit der frische Wind die Wärme des Körpers nach und nach abtransportieren kann und das Blut nicht in den Beinen versackt (Kollapsgefahr), sollten Sie nicht auf der Stelle stehen bleiben, sondern sich hin und her bewegen. Gefahr laufen sich an der frischen Luft zu erkälten, tun Sie nicht. Denn Ihr Körper ist noch genügend überhitzt und muss diese Hitze erst langsam wieder loswerden.
Wenn Sie allerdings zu frieren beginnen, sollten Sie wieder in den Innenbereich wechseln.

Kalt duschen

Bevor Sie von den verschiedenen Kaltwasseranwendungen Gebrauch machen, die Ihre Körpertemperatur wieder normalisiert, sollten Sie sich erst einmal kalt abduschen. Von den hygienischen Gründen mal abgesehen- mit dem Schweiß ins Tauchbecken zu steigen, wäre für die anderen Badegäste nicht sehr appetitlich- kühlen Sie so weiter Ihren Körperkern ab und beugen einem durch eine warme Dusche verursachten Wärmestau vor.

Element Wasser

Mit den verschiedenen verfügbaren Kaltwasseranwendungen steht nun das Finale an. probieren Sie einfach aus was Ihnen gefällt.

Kneippschlauch

Wer bereits an hießen Sommertagen sich schon mal mit einem Gartenschlauch abgespritzt hast, dem wird der Kneippschlauch keine Probleme bereiten. Im Grunde genommen ist er nämlich nichts anderes als ein Gartenschlauch. Das Wasser schießt ohne Druck aus dem Schlauch und kann über den ganzen Körper verteilt werden. Es können aber auch gezielt bestimmte Körperpartien behandelt werden. Beginnen Sie am besten bei der gezielten Variante mit einem Guss von den Füßen aufwärts zur leiste und von den Händen zur Schulter.
An Füßen und Händen sitzen nämlich viel weniger Kälterezeptoren als beispielsweise am Rumpf.

Kübeldusche

Einen randvoll mit Wasser gefüllten Eimer über den ganzen Körper gegossen zu bekommen. Für das Opfer von Jugendstreichen ist es sicher nicht sehr schön. In der Sauna sorgt diese Methode jedoch binnen weniger Sekunden für reichlich Abkühlung. Mit einer Kette lässt sich der Einer in Kippstellung ziehen und ein Schwall Wasser ergießt sich über den Körper.

Tauchbecken

Ganz Verwegene bzw. Geübte- und dazu zählen keine Menschen mit Bluthochdruck oder Schwangere- probieren es am besten gleich mit dem TTauchbecken Nicht mit einem beherzten Sprung- das wäre nur eine zusätzliche körperliche Belastung ebenso wie das Schwimmen in einem Schwimmbecken nach einem Saunagang- sondern indem Sie behutsam in das Becken steigen. Es empfiehlt sich erstmal Arme; Hals und Gesicht mit dem Wasser zu benutzen, bevor Sie dann vollständig mit dem Kopf untertauchen. 10-15 Sekunden im Tauchbecken zu verweilen reichen völlig
aus.

Ruhepause

Nach all den Wasserspielen haben Sie sich jetzt eine Ruhepause verdient. Machen Sie es sich im Ruheraum- eingekuschelt in Ihren bademantel- gemütlich. Sie können die Zeit auch nutzen, um eine Massage zu machen. Gerade nach dem Saunagang ist das eine günstige Gelegenheit. Die Muskulatur ist vorgelockert und die Haut gut durchblutet. Beste Voraussetzungen also.
Nach der Abkühlzeit mit einem Gang ins Solarium nachzulegen ist dagegen nicht empfehlenswert, da die oberste Hautschicht durch das Saunabad aufgeweicht ist und gegen UV- Strahlen nicht optimal geschützt ist.
Es spricht allerdings auch nichts dagegen gleich nach der Abkühlzeit einen erneuten Saunagang anzuhängen.

Zum WOHL

Zeit zum Anstoßen! Aber nicht mit Sekt oder Bier oder sonstigen Alkoholikas, sondern mit Mineralwasser oder Fruchtschorlen. Nicht nur, weil Sie Ihr erstes Saunabad erfolgreich überstanden haben, sondern vor allem um die Flüssigkeitsreserven des Körpers wieder aufzufüllen.
Und das eignet sich schließlich immer am Schluss und nicht während des Schwitzvorgangs am besten, da sonst Schlacken- & Giftstoffe auf der Strecke bleiben.
Ist durch die Hitze der Sauna Ihre Begeisterung fürs saunieren schon entfacht worden. Dann probieren Sie es einfach selbst aus und mit diesen Saunaregeln gehen Sie auf Nummer sichr. Spätestens nach den ersten fünf-sechs Malen (so viele Male sollten Sie in jedem Fall ansetzen um ein endgültiges persönliches Urteil zu fällen) wird Ihre Sauna-Leidenschaft nicht mehr zu bremsen sein.

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